phantastische-demokraten.de - Der Blog
3. Jahrgang 2026 (Nr. 111)
Kommentare zu Politik, Gesellschaft und Kultur
Im Kampf für Demokratieerhalt und Frieden
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Eckart Haerter
Archiv der früheren Blog-Nummern
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11.01.2026, Sonntag |

Ein Anblick mittlerweile mit Seltenheitswert, liebe
Leserinnen und Leser. Die Johanniskiche im Schneetreiben.
Das gab es mehrere Jahre nicht. In diesem Jahr ist nun
wieder Winter wie wir, die etwas Älteren, ihn noch
von früher kennen. Damals war ein Winter ohne Schnee
nicht denkbar. Und bei der ersten Schneedecke eines
Winters schrieben Millionen Schulkinder einen Aufsatz
zu dem Thema: "Der erste Schnee", etwa so:
"Als ich heute Morgen aus dem Fenster guckte,
traute ich meinen Augen nicht. Alles in Weiss, selbst
die Zaunpfähle hatten weisse Mützchen auf...".
Die Älteren werden sich noch an diese seligen
Zeiten erinnern.
Das Bild habe ich schon vor etlichen Jahren aufgenommen,
aber die Türme der Johanniskirche sehen noch aus wie im
14. Jahrhundert, und die Schneeflocken sind auch die
gleichen wie im Mittelalter. Das muss man nicht in jedem
Jahr neu aufnehmen und kann sich getrost aus der
Archivkiste bedienen. Beruhigend finde ich, dass es
solche Beständigkeit noch gibt.
Was die Beständigkeit Deutschlands angeht, dieser tausend
Jahre alten Kulturnation im Herzen Europas, sieht es gar
nicht so gut aus. Vielmehr weisen die Zeichen ziemlich
deutlich in Richtung allmählicher Verlöschung (um das Wort
Untergang zu vermeiden).
Wir Bürger können nichts weiter tun, als unsere täglichen
Pflichten zu erfüllen. Zum konkreten Handeln für Deutschlands
Zukunft sind die Politiker gewählt worden, und die tun zu
wenig, falls sie überhaupt verstanden haben, worum es geht.
Manche, insbesondere die Grünen, scheinen sogar das Ende
Deutschlands zu wünschen. Nicht anders sind die Ässerungen
führender grüner Politiker zu erklären, die geradezu Hass
auf die eigene Heimat erkennen lassen.
Natürlich werden unsere Landschaften bestehen bleiben, aber
sie werden irgendwann nicht mehr von Deutschen bewohnt sein.
Konkretes Handeln für den Bestand des deutschen Volkes wäre
eine Bevölkerungspolitik, die eine Bestandserhaltung
gewährleistet, und eine verantwortungsvolle
Einwanderungspolitik. Aber gerade die ist im letzten
Jahrzehnt konsequent am Gegenteil orientiert betrieben
worden. Das allmähliche Verschwinden der deutschen
Ureinwohner scheint ganz bewusst geplant gewesen zu sein.
Natürlich meine ich das nicht "rassisch" oder gar
rassistisch, will mich hier aber nicht zu der üblichen, dummen
Fangfrage erklären: "Wer ist denn Ihrer Meinung nach
Deutscher?"
Wenn die Deutschen irgendwann in berechenbarer Zeit die
Minderheit in Deutschland sein werden, ist es nach der
aktuell noch geltenden Politik geschafft.
Wie ich gelesen habe, ich weiss nicht mehr wo, sind längst
Überlegungen angestellt worden, wie man mit Deutschen
umgehen könnte,die den Bevölkerungsaustausch nicht wollen.
Indem zum Beispiel auf dem Gebiet der neuen Bundesländer
eine Region reserviert wird, für alle, die ein Deutschland
der alten Art behalten wollen. So ähnlich wie es das in den
USA als Reservate für die Ureinwohner (Indianer) gibt. Nur
eben mit vollständiger Autonomie.
Dort könnten dann die alten deutschen Hochkulturen und
die wissenschaftlich technischen deutschen Fähigkeiten
gepflegt werden und zu neuer Blüte gelangen. Denn geistig
minderbemittelt wären die dorthin flüchtenden Menschen
ja ganz sicher nicht.
Sicher, so ein Plan klingt zunächst einmal komisch, aber
angesichts der langen deutschen Geschichte der Zersplitterung
des Reiches, ist das nicht so absurd wie es klingt. Dass
Deutschland 1871 zu einem geeinigten Nationalstaat wurde,
ist doch noch gar nicht so lange her. Insofern sollte es
keine Denk-Tabus geben, wenn es um die Existenz Deutschlands
und des deutschen Volkes geht. Das hätte auch nichts mit
Abschottung von der übrigen Welt zu tun. Eine gesunde
Migrationspolitik mit gebildeten, befähigten, kulturell
hochstehenden Menschen anderer Völker, die es auch früher
schon immer in Deutschland gegeben hat, wäre doch machbar
und erwünscht.
Zum Schluss ein Stück deutscher Musikkultur. Die
Kreutzersonate für Violine und Klavier von
Ludwig van Beethoven. Sie wurde gestern auf 3Sat gesendet,
gespielt von Rudolph Buchbinder und dem Geiger Nikolaj Szeps-Znaider
(Däne). Es war eine grandiose Aufführung.
Leo Tolstoi macht diese Musik zum Schlüsselwerk in seiner
berühmten Erzählung Kreutzersonate : Geschichte einer
Ehe. Darin spiegelt diese Musik das wider, was Tolstois
Protagonist seiner Frau unterstellt, die Klavier spielt, mit
einem professionellen Geiger, einem Bekannten der Familie.
Genial von Tolstoi für die Handlung ausgewählt. Das Auf-
und Abschwellen der Leidenschaften im 1. Satz, die darauf folgende
erschöpfte Ruhe des 2. Satzes "mit den 'abgeschmackten'
Variationen und dem 'ganz schwachen Finale'", wie der krankhaft
eifersüchtige Ehemann in der Geschichte findet.
Und wie ich finde, hat diese Beurteilung, die ja eigentlich die
von Tolstoi ist, durchaus etwas für sich. Man muss das aber
im Gesamtzusammenhang betrachten, dann bekommt es Sinn.
Für alle Fälle habe ich mal die Kreutzersonate aus Youtube
verlinkt (in Gänze dauert sie etwa 45 min.). Der 1. Satz lohnt sich.
Es spielen Yehudi Menuhin und Wilhelm Kempff. Ganz alte Schule.
Beethoven: Kreutzersonate (Violine und Klavier)
1. Satz
2. Satz, Andante con variazioni
3. Satz, Presto
Und damit...
...bis zum nächsten Mal...

Eckart Haerter
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3. Jahrgang 2026 (Nr. 110)
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Eckart Haerter
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04.01.2026, Sonntag |
Leider ist schon wieder Schluss mit den Feiertagen,
liebe Leserinnen und Leser, und es heisst wieder arbeiten.
Aber wenn ich aus dem Fenster gucke in den verschneiten
Innenhof, dann steht mir der Sinn nach Tee, Keksen und
einer warmen Stube.
Ich sehe eine verschneite Winterlandschaft mal ganz
gern, aber im allgemeinen sind Kälte, Schneematsch und
Glätte überhaupt nicht mein Ding. Aber das ist jetzt
nebensächlich, wir müssen uns um Präsident Trumps Coup
in Venezuela kümmern und um seinen Plan, den USA
Grönland einzugliedern.
Angesichts ihrer Machtlosigkeit werden sich die letzten
westlichen Demokratien eine völlig neue Art der Politik
einfallen lassen müssen, wenn sie sich nicht völlig
lächerlich machen wollen.
Zu bewundern ist Portugal. Die Portugiesen schauen auf
den Atlantik und denken über ihre einstige Grösse als
Entdeckernation nach. Sie mischen sich aber nicht ständig
mit sogenannten Ratschlägen und Sanktionen und ähnlichem
Unfug in alle möglichen Konflikte ein, an denen sie
sowieso nichts ändern können. Besonders auch dann nicht,
wenn die Mächtigen des eigenen Bündnisses, also die angeblich
"Guten", es genau so machen wie die gegnerischen
Mächtigen, die angeblich "Bösen".
Auch die arabischen Emirate am Golf sind eine Beobachtung
wert. Ausser ihrem Öl hatten sie nichts, und das
verliert erheblich an Bedeutung. Trotzdem haben sie es
geschafft, florierende Staatswesen mit spektakulären
Bauwerken zu unterhalten, während sie sich um die Machtspiele
der drei Grossmächte wenig kümmern.
Wenn wir keinen Krieg und keine Einmischung in ausländische
Kriegshandlungen wollen, und das muss oberster Grundsatz
jeder deutschen Politik sein, dann müssen wir auch einen
Modus finden, um völlig souverän und in Würde, Wohlstand
und Freiheit in der von uns selbst gewählten Staats- und
Gesellschaftsform leben zu können.
Das bedeutet, dass sich Deutschland von keinem anderen
Land der Welt mehr abhängig machen darf. Weder ideologisch,
noch wirtschaftlich, noch in Fragen der Sicherheit. Die
Fähigkeiten, wieder auf die eigenen Füsse zu kommen, hätte
Deutschland. Was allerdings noch fehlt, ist der ganz grosse,
neue Aufbruch. Die Lust und der Wille, angstfrei mit Schwung
und Leidenschaft in eine neue Zukunft zu starten.
Der Beginn eines neuen Jahres wäre doch eigentlich genau
der richtige Zeitpunkt, um loszulegen.
In diesem Sinne...
...bis zum nächsten Mal...

Eckart Haerter
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3. Jahrgang 2026 (Nr. 109)
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Eckart Haerter
Archiv der früheren Blog-Nummern
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01.01.2026, Donnerstag (Neujahr) |
Ein Frohes neues Jahr Euch allen, nah und fern!
Der Weihnachtsmarkt sowie die Strassensperren zur Sicherung drum
herum, sind abgebaut, liebe Leserinnen und Leser. Sie betrafen
auch unsere Johannisstrasse, aber die Dekorationen hängen
noch.
Es ist ja auch noch Weihnachtszeit bis zum Heiligen
Dreikönigstag am 6. Januar. Aber der Weihnachtsmarkt war
deutlich kleiner als gewohnt. Wen wundert's...
Das Jahr 2025 ist nun geschafft, der Übergang hat
problemlos geklappt. Wieder ein Jahr abgehakt. Jetzt
geht's weiter - wie immer.
Und wenn es so wäre, wär's
nicht das schlimmste, denn schlimmer geht immer. Also
gehn wir's hoffnungsvoll und zuversichtlich an, denn
es kann (und sollte) ja besser werden.
Die Worte des Herrn Bundeskanzlers Merz zum neuen Jahr
waren in Ordnung. Ich hatte nicht viel daran auszusetzen.
Mehr und deutlichere Worte zur Kriegsvermeidung hätte
ich mir allerdings gewünscht.
Jetzt kommt es nur darauf an, dass die Politik auch
handelt und zwar so, dass Deutschland im Zustand des
Friedens verbleibt, indem es erstens aus allen ausländischen
Kriegshandlungen rausgehalten wird und zweitens, dass
die eklatanten Missstände im Lande entschlossen und
tatkräftig beseitigt werden.
Deutschland darf es sich nicht länger leisten, noch ein
weiteres Jahr in Folge in Richtung 3. Welt abzudriften.
Das hat das deutsche Volk nicht verdient. Im Grunde
hat der Bundeskanzler all das auch gesagt, aber es
darf nicht mehr bei den gut klingenden Worten bleiben.
Als allererste Massnahme muss meiner Meinung nach die
öffentlich verkündete Abkehr von einer Politik stehen,
die den Krieg als eine mögliche politische Handlungsweise
in Betracht zieht.
Wem das wie die Spinnerei eines Idioten
vorkommt, dem muss ich sagen: Ein neuer Krieg in Deutschland
wäre die weit grössere Idiotie und die Zerstörung der
Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.
Ich weiss, ich wiederhole mich zum soundsovielten
Male. Aber solange sich nichts ändert mit der Kriegsrhetorik
und der mit unterschwelligem Jubel aus der Wirtschaft
begleiteten Aufrüstung, so lange kann ich mich nicht still
verhalten. (Zu diesem Thema gibt es einen Anhang unter dem
Impressum. Oben im Kopf auf "Impressum(+Anhang)"
klicken.)
Der Bundeskanzler hat auch gesagt, dass Deutschland es
aus eigener Kraft schaffen muss, wieder auf die Beine
zu kommen. Genau meine Meinung! Es muss dann aber eine
Politik gemacht werden, die die Menschen wieder mit
Freude, mit Zukunftsglauben und mit Lust und Liebe dazu
bringt, Kinder in die Welt zu setzen und sich ihres Lebens
zu freuen.
Mit einem Volk, das an Altersschwäche dahinsiecht, in
einem Land, das immer mehr den Eindruck einer riesigen
Seniorenresidenz vermittelt, mit dem kann man keine
Zukunft bauen.
Jauchzet, frohlocket (bitte anklicken und den Ton ganz
laut stellen!) - so geht der Aufbruch in die
Zukunft, und das Lied ist schon bald 300 Jahre alt.
Figuren wie Johann Sebastian Bach sind es, die das
Ansehen Deutschlands in der Welt bis heute - mit
Ewigkeitswert - prägen.
Und zwar nachhaltiger als solche Namen wie Mercedes,
BMW, Siemens, Bayer usw., die, so klangvoll sie auch sein
mögen, das so nicht schaffen.
Dass das stimmt, erleben wir gerade hautnah mit,
indem uns bewusst wird, wie schnell und, gefühlt,
wie geradezu plötzlich, wir auf all diesen Gebieten,
auf denen wir mal einzigartig zu sein schienen, von
China, Korea, Indien und anderen auf die
Zuschauerplätze verwiesen werden.
Weltweit einzigartig ist und bleibt die deutsche Musikkultur,
die uns keine Macht der Welt nehmen kann. Sie ist eine ewige
Quelle der Kraft.
Zwar ist Ulrike und mir mit dem Tango Argentino eine
ausländische Kulturschöpfung (mit deutschem Anteil)
zu einem sehr wichtigen Teil unseres Lebensinhalts geworden,
aber wir haben dabei nie die Erdung mit der deutschen
Musikkultur verloren. Und so wird es auch bleiben.
In diesem Sinne: Frohes Neues Jahr!
Bis zum nächsten Mal...

Eckart Haerter